Besuch bei einem „Pionier“ der Solarenergie

Gochsheim

Die Förderung der ersten Solaranlagen läuft jetzt nach 20 Jahren aus. Die Netzbetreiber haben ihre Kunden schon darüber informiert, dass der Strom nun nicht mehr problemlos wie bisher in das Netz eingespeist werden kann. Zu diesem Thema habe ich einen Pionier der Solarenergie und den Anlagenbauer Klaus Schestag zusammen mit Dr. Danyal Bayaz MdB, Andrea Schwarz MdL und den Grünen Kraichtal besucht. Die Anlage ist noch voll funktionsfähig und erzeugt nur unwesentlich weniger Strom als im Jahr 2000. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist es nicht nachvollziehbar, warum nicht eine neue gesetzliche Grundlage geschaffen wurde, obwohl das Problem schon lange im Wirtschaftsministerium in Berlin bekannt ist. Solarstrom ist eines der Standbeine einer Energiewende vor Ort, es muss so viel wie möglich zum Eigenverbrauch und zur Netzeinspeisung erzeugt werden. Eine teure technische Umrüstung ohne eine zumindest garantierte Einspeisevergütung ist für die BetreiberInnen einer Solaranlage nicht rentabel. Eine unentgeltliche Einspeisung ist nicht erlaubt. Eine Lösung dazu steht noch aus, wird aber kaum bis zum 31.12.2020 geschaffen werden können. Falls es keine Übergansfrist gibt, müssen diese Anlagen auf Kosten der BetreiberInnen vom Netz genommen werden und liegen sinnlos auf Dächern oder werden gar abgebaut und entsorgt.